Nassfliegen/Emerger

Werden von Fliegenfischern generell oft unterschätzt.

Liegt vielleicht an der "einfacheren" Präsentation - Stichwort wet fly swing - oder der oft simplen Bindeweise.

Eine Nassfliege kann verschiedenste Nahrung imitieren: Ein ertrunkenes Insekt (Spinnerstadium), einen abtreibenden Käfer, eine im Oberflächenwasserfilm hängende Mücke, eine aufsteigende Nymphe, eine weibliche Fliege unterwegs in Richtung Grund oder gegen die Strömung gezupft ein kleines Fischerl.

Normalerweise wird in den Bindevorlagen die Verwendung einer Hennenhechel empfohlen. Diese ist weicher als eine Hahnenhechel und haucht der Fliegen unter Wasser mehr Leben ein. Manche Hennenhecheln neigen unter Wasser aber zu sehr zum verklumpen. Deshalb ist jetzt Rebhuhn mein Favorit. Die Amis und Briten "brabbeln" in den Bindevideos dann immer von Partridge=Rebhuhn. Alle Muster puncto Materialeinsatz eher sparsam binden.

Tipp: Bei einem Schlupf buckeln Forellen oft bei der Nahrungsaufnahme, durchbrechen nur mit der Rückenflosse den Wasserfilm. Jetzt am besten mit einer Nassfliege fischen, nicht unbedingt mit der Trockenen.

Nassfliegen/Emerger Mückenimitationen

Abbildung einer im Oberflächenwasserfilm hängenden und abtreibenden Mücke. Es gibt Momente da wird die Mückenimitation nur in dieser Position von Fischen akzeptiert und genommen. Die Bindeanleitung Midge Foamerger ist in diesen Fällen genau richtig, auf Hakengröße 18-32 binden, abhängig von der eigenen Sehstärke.    ;-)

Oder die Winzlinge kaufen, wie die Amis sagen: "Tying or Buying" - also selber binden oder kaufen. 

Auf jeden Fall auf starke Haken achten, sogenannte Scudhaken bzw. ordentlich gehärtet und Hakenbogen geschmiedet.

Tipp: Farben, Formen und Größen einfach variieren und den lokalen Gegebenheiten anpassen.