06.2011: Tya und Nea (Norwegen) - Im Tal "ohne" Bachforellen

An der Tya - Nebenfluss der Nea.
An der Tya - Nebenfluss der Nea.

Da ging´s voller Erwartungen nach Mittelnorwegen in die Provinz Sør-Trøndelag. Über München - Oslo - Trondheim mit Norwegian. Südöstlich von Trondheim in Richtung schwedische Grenze, nach Tydal-Stugudalen, an die Flüsse Tya und Nea.   

  

Die Flüsse: Nea-Nidelvvassdraget ist ein ca. 156 km langes Flusssystem in den Gemeinden Tydal, Selbu, Klæbu und Trondheim und mündet mit der Nidelva bei Trondheim in den Trondheimfjord. Das Einzugsgebiet umfasst 3.100 km² und erstreckt sich 160 km von der schwedischen Grenze vom Sylan bis zum Trondheimfjord. Trondheim Energiverk (TEV) betreibt 15 Wasserkraftwerke im Flusssystem, welches stark reguliert wird. Bereits 1890 begann der Ausbau der Wasserkraft mit dem Øvre Leirfoss kraftverk. 

Die Tya entspringt im See Stugusjøen am nördlichen Ende, fließt durch Wälder und mündet in Ås in die Nea. Aufgrund der Turbinen und Schwellbetrieb kommt es flussabwärts zu stärkeren Wasserstandsschwankungen. 

Die Nea ist ein regulierter Fluss, entspringt östlich des in Schweden gelegenen Stausees Sylsjøen, durchfließt dann die beiden Stauseen Nesjøen und Vessingsjøen in der Gemeinde Tydal. Mündet ca. 55 km weiter nordwestlich in den Selbusjøen.

Die Planung: Flüge München - Oslo - Trondheim gebucht. Ebenfalls die 2 Mietautos und das Ferienhaus. Fliegen gebunden nach den Internetan- leitungen der Norwegenspezialisten und los ging´s.

  

Die noch hoffnungsfrohe Fischercombo: Hubert, Alois, Ernst, Walter und Robi. Ich bin hinter der Digicam.  Die weißen Flecken sind Regentropfen am Kameraobjektiv. 

Gute Stimmung bei Dauerregen. "It often rains in Tydal-Stugudalen."
Gute Stimmung bei Dauerregen. "It often rains in Tydal-Stugudalen."
Flaten Gård war unser Ausgangspunkt am südlichen Ende des Stugusjøen (Sjøen=See).
Flaten Gård war unser Ausgangspunkt am südlichen Ende des Stugusjøen (Sjøen=See).

Echt positiv war unser Ferienhaus, 200qm groß und so richtig geeignet für eine Fischerrunde.  

 

Leider hatten wir bei unserer Ankunft einen Wettersturz zu verkraften, 3-4 Tage Dauerregen, steigende noch sehr kalte Flüsse und eine total miese Fischerei. Wir versuchten trotzdem das Beste aus dieser Norwegenwoche zu machen. 

Mein rustikales Schlafzimmer.
Mein rustikales Schlafzimmer.
Henfallet und viel Wasser kam von oben.
Henfallet und viel Wasser kam von oben.

Stand natürlich am Besuchsprogramm. Der größte Wasserfall Tröndelags - Henfallet (gesprochen Hen-Fall-U) am Flüsschen Hena. Wasser war ja im regenreichsten Juni Norwegen´s seit 100 Jahren genug vorhanden. Echt imposant und einen Abstecher wert. 

Bei der Fischerei am Fluß Tya haben wir wirklich alles probiert, leider erfolglos.

Tya bei hohem Wasserstand.
Tya bei hohem Wasserstand.

Auch an der Nea hatten wir keinen besseren Erfolg. Trotz Versuchen mit Nymphe, Nass- und Trockenfliege und zuletzt in voller Verzweiflung mit dem Streamer. Gefischt wurde zu allen Tageszeiten, auch nachts. Nachts ist Mitte/Ende Juni relativ, war ja Mittsommer.

Nea - angeblich der Fluß der großen Bachforellen.
Nea - angeblich der Fluß der großen Bachforellen.

Ausflug ins Fjell ...

Hoch oben im Fjell - unvorstellbar die Ruhe, einfach still und schön.
Hoch oben im Fjell - unvorstellbar die Ruhe, einfach still und schön.
Riksgrense SVERIGE - steht am Taferl.
Riksgrense SVERIGE - steht am Taferl.

... und wir kamen dabei bis Schweden.

Sylsjøen bei Sonnenschein - östlich von hier entspringt die Nea.
Sylsjøen bei Sonnenschein - östlich von hier entspringt die Nea.
Trondheim muss man einfach gesehen haben - hier von der Festung Kristiansten aus.
Trondheim muss man einfach gesehen haben - hier von der Festung Kristiansten aus.
Die alte Stadtbrücke - Gamle Bybrua, zählt zu den meist fotografierten Objekten der Stadt.
Die alte Stadtbrücke - Gamle Bybrua, zählt zu den meist fotografierten Objekten der Stadt.

Die Fischerei: War ein Fiasko und enttäuschend, wir hüten uns in Zukunft vor den TOP Bachforellenflüssen Norwegens. Bleiben entweder wieder in Ostnorwegen an Äschenflüssen, riskieren vielleicht mal den hohen Norden oder die Fjordfischerei mit der Fliege.

 

Die Flüsse Tya und Nea sind einfach zuviel unterbrochen durch Wasserfälle, viele Staumauern und Wehre. Dazu kommt der Schwellbetrieb der Kraftwerke mit dauernden Geschiebebewegungen. Die Nea ist für den Fliegenfischer nur auf wenigen Kilometern interessant und ähnelt dann mehr einer Kette von aneinandergereihten Stauseen.

 

Das Marketing und die Prospektaussagen zur Forellenfischerei halten einfach nicht mit der Wirklichkeit mit. Eine Beurteilung nach einer Woche ist immer riskant aber wir haben wieder dazugelernt.

 

PS: Die Bilder mit blauem Himmel sind alle vom einzigen Sonntag mit Schönwetter. 

 

Trotzdem, Skitt Fiske

Andi 

 

Hier noch weitere Bilder in der Galerie: